Überstunden rechtssicher regeln: Was das Arbeitszeitgesetz 2025 vorschreibt


Wie viele Überstunden sind erlaubt, und ab wann wird es kritisch? Diese Frage gewinnt 2025 weiter an Bedeutung, denn mit steigendem Fachkräftemangel und geänderten gesetzlichen Vorgaben müssen Unternehmen flexibel reagieren – ohne dabei das Arbeitszeitgesetz zu verletzen. Egal, ob im Büroumfeld oder in der Produktion: Mehrarbeit ist in vielen Branchen gang und gäbe.

In diesem Artikel erfährst du, welche Regeln für Überstunden gelten, wann sie zulässig sind und wie du sie zuverlässig erfassen kannst, ohne kostspielige Fehler zu riskieren. Zudem beleuchten wir, wie FixPlaner dich bei der Überstundenverwaltung unterstützt.

Disclaimer: Alle Infos dienen der allgemeinen Information. Sie ersetzen keine Rechtsberatung im Einzelfall.

Überstunden verwalten im Büro

Überstunden richtig organisieren – mit einer guten Zeiterfassung kein Problem.


Überstunden oder Mehrarbeit: Was ist der Unterschied?


Viele nutzen beide Begriffe synonym. Tatsächlich gibt es aber feine Unterschiede. Überstunden entstehen, wenn Mitarbeitende mehr arbeiten als vertraglich vereinbart. Das kann z. B. heißen, dass sie an einem Tag statt 8 plötzlich 10 Stunden leisten. Mehrarbeit bezieht sich hingegen auf die gesetzlich zulässige Höchstarbeitszeit (meist 8 bis max. 10 Stunden pro Tag bzw. 48 bis max. 60 Stunden pro Woche).

In beiden Fällen gilt: Wer mehr arbeitet, als vertraglich vereinbart wurde, sollte einen Ausgleich erhalten, entweder durch Bezahlung oder Freizeit. Genau hier wird eine saubere Dokumentation entscheidend.



Wie viele Überstunden sind überhaupt erlaubt?

  • Maximal 8 Stunden pro Tag (48 Stunden/Woche) sind laut Arbeitszeitgesetz (ArbZG) üblich. Kurzfristig darf auf bis zu 10 Stunden erhöht werden, wenn im Ausgleichszeitraum (24 Wochen oder 6 Monate) wieder auf einen 8-Stunden-Schnitt zurückgekehrt wird.
  • Ruhezeit von 11 Stunden zwischen zwei Arbeitstagen ist Pflicht – dies gilt auch bei Überstunden.
  • Sonn- und Feiertage sind grundsätzlich arbeitsfrei, mit Ausnahmen (z. B. Gesundheitswesen, Gastronomie). Auch hier gibt es Obergrenzen für Mehrarbeit.

Betriebe, die längerfristig auf 10-Stunden-Tage setzen (z. B. in Projekt-Hochphasen), müssen sicherstellen, dass Arbeitszeitkonten geführt werden und ein Ausgleich möglich ist. Diese Konten lassen sich mithilfe einer digitalen Zeiterfassung wie FixPlaner optimal organisieren.




Besondere Regeln: Schwangere, Azubis & Minijobber

Das Arbeitszeitgesetz kennt diverse Ausnahmen. Bestimmte Gruppen dürfen seltener oder gar keine Überstunden machen. Hier eine Auswahl:

  • Schwangere und Stillende: Maximal 8,5 Stunden pro Tag; Nacht- und Sonntagsarbeit sind eingeschränkt oder verboten.
  • Jugendliche und Azubis unter 18: Höchstens 8 Stunden am Tag, 40 Stunden pro Woche. Ab 18 gelten die normalen Bestimmungen, wobei Azubis dennoch häufig Sonderregelungen unterliegen.
  • Minijobber (geringfügig Beschäftigte): Überstunden sind nicht ausgeschlossen, müssen aber so verwaltet werden, dass die jährliche Verdienstgrenze (z. B. 6.672 € in 2025) nicht überschritten wird, sofern man den Status behalten will.
  • Schwerbehinderte: Sie können verlangen, von Mehrarbeit befreit zu werden.



Wann dürfen Überstunden angeordnet werden?

Grundsätzlich gilt: Überstunden sind nur zulässig, wenn sie im Arbeits- oder Tarifvertrag verankert sind oder eine betriebliche Vereinbarung (z. B. Betriebsrat) das vorsieht. Ausnahmefälle (z. B. Wasserschaden oder Notfall) erlauben es dem Arbeitgeber, spontan Mehrarbeit zu verlangen. Aber auch dabei sind Höchstgrenzen einzuhalten. Mehr dazu erfährst du in unserem Artikel über Arbeitszeitkonten und Vertrauensarbeitszeit.

Wichtig ist der „allgemeine Gleichbehandlungsgrundsatz“: Belastungen durch Überstunden müssen gerecht unter allen betroffenen Mitarbeitenden verteilt werden. Eine Person darf nicht systematisch überlastet werden.




Ausbezahlen oder Freizeitausgleich: Was ist vorgeschrieben?

Das Arbeitszeitgesetz schreibt nicht explizit vor, wie Überstunden vergütet werden müssen. Es gibt jedoch Tarif-, Betriebs- oder Arbeitsverträge, die konkrete Vereinbarungen treffen:

  • Finanzieller Ausgleich: Oft erhält man einen Zuschlag (25 %, 50 % oder je nach Wochentag) oder eine Pauschale.
  • Freizeitausgleich: Mitarbeitende bauen Überstunden durch freie Tage ab. Wichtig: Der Arbeitgeber sollte mitbestimmen, wann der Abbau stattfindet, um die Betriebsabläufe sicherzustellen.
  • Klauseln im Vertrag: Formulierungen wie „Alle Überstunden sind abgegolten“ sind häufig unzulässig, wenn sie zeitlich unbeschränkt sind. Hier ist genaue Definition notwendig (z. B. „Monatlich 10 Überstunden sind mit dem Gehalt abgegolten“).

Spitzenverdiener und leitende Angestellte (> Beitragsbemessungsgrenze) können wiederum andere Regeln haben. Oft ist hier eine pauschale Abgeltung der Überstunden üblich.




Warum eine digitale Zeiterfassung entscheidend ist

Ob Überstunden oder Mehrarbeit – ohne lückenlose Aufzeichnung bleibt oft unklar, wann und wie viel zusätzlich geleistet wurde. Hinzu kommen Rechtssicherheit und Transparenz. Mit FixPlaner Zeiterfassung kannst du…

  • Arbeitszeiten minutengenau erfassen: Mitarbeiter stempeln sich per App, Browser oder Terminal ein und aus – Überstunden werden sofort im System sichtbar.
  • Rechtskonforme Dokumentation: Du erfüllst die Vorgaben des Arbeitszeitgesetzes und bereitest dich auf die kommende Pflicht zur Zeiterfassung (basierend auf dem EuGH-Urteil) vor.
  • Automatische Auswertungen: Plus- und Minusstunden oder Wochenstunden lassen sich jederzeit abrufen – perfekt für Lohnbuchhaltung und Betriebsprüfungen.



Fazit: Mit guter Planung sind Überstunden kein Problem

Überstunden sind in vielen Branchen nicht wegzudenken – doch dabei gelten klare Grenzen. Werden diese eingehalten, können Unternehmen flexibel agieren und trotzdem rechtssicher bleiben.

FixPlaner bietet alle nötigen Funktionen zur Arbeitszeitdokumentation, Ressourcenplanung und Auswertung. So weißt du jederzeit, wer wie viele Überstunden hat und kannst für Ausgleich sorgen.

Starte jetzt, um die Arbeitsbelastung deines Teams fair zu verteilen – und das ganz ohne Papierkram.

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