ZeiterfassungGeprüft am 3 Min. LesezeitProduktredaktion FixPlaner

Arbeitszeiterfassung

Arbeitszeiterfassung ist die systematische Dokumentation von Beginn, Ende und Dauer der täglichen Arbeitszeit einschließlich der Pausen.

Mitarbeiter erfasst seine Arbeitszeit mit einem NFC-Chip an einem Tablet-Terminal
PraxisbildArbeitssituation: Zeit direkt am Arbeitsort erfassen

Was bedeutet Arbeitszeiterfassung?

Arbeitszeiterfassung umfasst das Festhalten, wann Mitarbeitende ihre Arbeit beginnen, beenden und unterbrechen. Erfasst werden in der Regel Anfangs- und Endzeit sowie die Pausenzeiten – je Arbeitstag und je Person. Die Daten bilden die Grundlage für Lohnabrechnung, Überstundenausgleich und die Einhaltung gesetzlicher Arbeitszeitgrenzen.

Welche Methoden gibt es?

  • Digitale Stempeluhr / App: Erfassung per Smartphone oder Tablet, oft mit Pausenautomatik.
  • NFC-/RFID-Terminal: stationäre Erfassung am Arbeitsplatz per Chip oder Karte.
  • Manuelle Erfassung: Stundenzettel auf Papier oder in Tabellen (fehleranfällig, schwer auswertbar).

Wie setzt FixPlaner das um?

In FixPlaner erfassen Mitarbeitende Beginn, Ende und Pausen per App, Browser oder Tablet-Terminal – auch offline. Stundenkonten werden automatisch fortgeschrieben, und das System weist auf auffällige Arbeits- und Ruhezeiten hin. Erfasste Zeiten lassen sich nach Zeitraum prüfen und exportieren (PDF, Excel, DATEV).

Was bei der Umstellung wirklich zählt

Die Technik ist selten das Problem. Zwei Dinge entscheiden darüber, ob die Erfassung im Alltag hält:

  • Der Erfassungsweg muss zum Arbeitsplatz passen. Wer in der Küche steht, holt nicht sein Telefon aus der Tasche – dort gehört ein Terminal an die Wand. Wer im Außendienst unterwegs ist, braucht genau umgekehrt das Telefon.
  • Korrekturen müssen vorgesehen sein. Vergessenes Ausstempeln passiert. Entscheidend ist nicht, dass es nie vorkommt, sondern dass die Korrektur nachvollziehbar bleibt – mit ursprünglichem Wert, neuem Wert und der Person, die geändert hat.

Erfasste Zeiten sind in FixPlaner nachträglich änderbar, aber nie spurlos: Jede Korrektur bleibt mit dem alten Wert im Änderungsverlauf des Tages sichtbar.

Die vier Erfassungswege im Vergleich
ErfassungswegPasst zuVoraussetzung
App am eigenen TelefonAußendienst, Montage, mobile TeamsSmartphone; funktioniert auch offline
Browser am ArbeitsplatzBüro und feste ArbeitsplätzeVorhandener Rechnerzugang
Tablet-Terminal mit PINKüche, Werkstatt, ProduktionEin Tablet je Standort; kein eigenes Gerät nötig
NFC-Chip am TerminalSchichtwechsel mit vielen Personen gleichzeitigTerminal plus personalisierter Chip oder Karte

So bildet FixPlaner das ab

Vom Wissen zur konkreten Funktion

Die folgenden FixPlaner-Funktionen verbinden die beschriebene Arbeitssituation mit einem nachvollziehbaren digitalen Ablauf.

FixPlaner Zeiterfassungs-Dashboard mit Stundenkonten und Auswertungen
Echte ProduktoberflächeEchte FixPlaner-Oberfläche: Zeitdaten und Stundenkonten auswerten

Vier Erfassungswege

App, Browser, Tablet-Terminal mit PIN oder NFC-Chip – je nach Arbeitsplatz auch gemischt.

Auch ohne Empfang

Die App hält Stempelungen vor und überträgt sie, sobald wieder Verbindung besteht.

Änderungsverlauf je Tag

Korrekturen bleiben mit dem vorherigen Wert sichtbar statt ihn zu überschreiben.

Arbeitszeiterfassung mit FixPlaner

Der konkrete Funktionsumfang kann vom gewählten Tarif und der betrieblichen Konfiguration abhängen.

Praxisszenario

Handwerksbetrieb mit Montage: drei Arbeitsorte, ein Zeitkonto

Ein konkreter Ablauf macht sichtbar, wo Informationen verloren gehen – und wie ein kontrollierter Prozess daraus eine belastbare Entscheidung macht.

01 · Ausgangslage

Ein Betrieb mit 18 Beschäftigten arbeitet teils in der Werkstatt, teils auf Montage beim Kunden, die Verwaltung im Büro. Bisher werden Stunden auf Wochenzetteln notiert und montags abgetippt.

02 · Reibung

Die Zettel kommen unvollständig zurück, Pausen werden pauschal geschätzt, und beim Abtippen entstehen Zahlendreher. Fällt eine Abweichung auf, lässt sich Wochen später nicht mehr klären, ob falsch notiert oder falsch übertragen wurde – es gibt keinen ursprünglichen Wert mehr.

03 · Zielbild

Werkstatt und Büro stempeln am Terminal beziehungsweise im Browser, die Montagetrupps über die App – auch ohne Empfang, die Erfassung wird nachgereicht, sobald wieder Verbindung besteht. Korrekturen bleiben mit dem alten Wert im Änderungsverlauf stehen.

So läuft das in der Anwendung

Arbeitszeiterfassung Schritt für Schritt

Die genannten Wege entsprechen den tatsächlichen Bezeichnungen in FixPlaner – zum Nachklicken in einem Testzugang.

  1. 01

    Einstellungen → Zeiterfassung

    Einmalig festlegen, was der Betrieb braucht: automatischer Pausenabzug nach den gesetzlichen Schwellen, Rundung der Zeiten, Toleranz für zu frühes Einstempeln und ob bei spätem Ausstempeln eine Begründung verlangt wird.

  2. 02

    App → Stempeln

    Ein großer Knopf in der Mitte der Leiste, mit drei Zuständen: bereit, laufend, in Pause. Ohne Verbindung wird die Stempelung vorgehalten und später übertragen.

  3. 03

    Zeiterfassung → Woche → Tag anklicken

    Der Tagesdialog zeigt Beginn, Ende, Pausen und Gesamtsummen. Hier lassen sich Zeiten nachtragen oder korrigieren; jede Änderung erscheint im Abschnitt „Änderungsverlauf" mit dem vorherigen Wert.

  4. 04

    Zeiterfassung → Bericht

    Zeitraum, Personen und Abteilungen wählen, dann als PDF oder Excel ausgeben. Für die Lohnabrechnung steht zusätzlich ein DATEV-Export bereit.

Ein Vorgang, mehrere Module

Was ein einzelnes Ereignis auslöst

FixPlaner kann eine Eingabe in den betroffenen Bereichen weiterverwenden. So wird sichtbar, welche Folgen ein einzelner Vorgang für Planung, Zeiten und Auswertung hat.

Jemand stempelt um 6:02 Uhr ein

  • Dienstplan

    Die Zeit wird der geplanten Schicht zugeordnet, der Soll-Ist-Vergleich entsteht ohne Zutun.

  • Pausen

    Überschreitet der Tag sechs Stunden, greift die hinterlegte Pausenregel automatisch.

  • Arbeitszeitkonto

    Der Tagessaldo schreibt das Plus- oder Minusstundenkonto fort.

  • Lohnexport

    Dieselbe Stunde fließt als Bewegungsdatensatz in den DATEV-Export – ohne zweite Erfassung.

Wie alle Bereiche zusammenhängen

Klare Abgrenzung

Was FixPlaner unterstützt – und was nicht

Damit vor der Entscheidung klar ist, was die Software abnimmt – und was im Betrieb bleibt.

  • Beim Stempeln wird der Standort nicht geprüft.

    Es gibt keine Ortsprüfung, die das Einstempeln auf einen Umkreis begrenzt. Wo ortsgebundene Erfassung nötig ist, führt der Weg über ein fest installiertes Terminal – nicht über eine Standortabfrage am Telefon.

  • Es gibt keinen Fotonachweis bei der Stempelung.

    Eine Aufnahme beim Ein- oder Ausstempeln, wie sie manche Systeme zur Identitätsprüfung nutzen, ist nicht vorgesehen. Fotonachweise gibt es in FixPlaner nur bei Aufgaben, dort als Beleg für eine erledigte Tätigkeit.

  • Zeitkorrekturen durchlaufen keinen Genehmigungsschritt.

    Wer das Recht zur Korrektur hat, ändert eine Zeit unmittelbar – es gibt keinen zweistufigen Antrag mit Freigabe. Die Nachvollziehbarkeit entsteht über den Änderungsverlauf, nicht über eine vorgeschaltete Genehmigung.

Offizielle Grundlagen

Allgemeine Orientierung – keine Rechtsberatung. Sonderregeln und der konkrete Einzelfall müssen fachlich geprüft werden.

FAQ

Häufige Fragen zu Arbeitszeiterfassung

Ist Arbeitszeiterfassung in Deutschland Pflicht?

Ja. Das Bundesarbeitsgericht hat mit Beschluss vom 13. September 2022 (Aktenzeichen 1 ABR 22/21) entschieden, dass Arbeitgeber nach § 3 Abs. 2 Nr. 1 Arbeitsschutzgesetz verpflichtet sind, ein System zur Erfassung der Arbeitszeit einzuführen. Wie diese Pflicht im Detail auszugestalten ist, richtet sich nach dem Einzelfall; eine gesetzliche Konkretisierung im Arbeitszeitgesetz stand zum Zeitpunkt der letzten Prüfung dieser Seite noch aus.

Welche Daten müssen erfasst werden?

In der Regel Beginn, Ende und Dauer der täglichen Arbeitszeit. Die Erfassung kann digital, mechanisch oder manuell erfolgen und an Mitarbeitende delegiert werden.

Reicht eine Excel-Tabelle zur Arbeitszeiterfassung aus?

Eine bestimmte Form schreibt das Gesetz nicht vor, auch eine Tabelle kann grundsätzlich genügen. Die Schwäche liegt in der Nachvollziehbarkeit: Eine überschriebene Zelle lässt den ursprünglichen Wert verschwinden, und nachträglich am Wochenende ausgefüllte Zeiten dokumentieren eine Schätzung statt einer Erfassung. Mit wachsender Beschäftigtenzahl kommt hinzu, dass sich verteilte Dateien nicht auswerten lassen.

Wer ist für die Zeiterfassung verantwortlich?

Die Pflicht trifft den Arbeitgeber. Die tatsächliche Aufzeichnung darf an die Beschäftigten delegiert werden – die Verantwortung dafür, dass ein System besteht und funktioniert, bleibt aber beim Arbeitgeber. Wer delegiert, sollte deshalb stichprobenhaft prüfen, ob vollständig erfasst wird.

Müssen auch Minijobber und Teilzeitkräfte erfasst werden?

Ja. Die Erfassungspflicht gilt unabhängig vom Umfang der Beschäftigung. Für geringfügig Beschäftigte und für Beschäftigte in den Branchen des § 2a Schwarzarbeitsbekämpfungsgesetz bestehen zusätzlich besondere Aufzeichnungspflichten nach dem Mindestlohngesetz mit engeren Fristen.

Nächster Leseschritt

Zusammenhänge weiterverfolgen

Arbeitszeiterfassung im eigenen Betrieb nachvollziehbar organisieren

Den beschriebenen Ablauf mit realistischen Daten testen und prüfen, welche FixPlaner-Funktionen zum eigenen Betrieb passen.

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